Man schreibt das Jahr 2000,
ein besonderes Jahr mit einem besonderen „Kerle“
An der Jahrtausendwende gegründet ist der „Kerle“ heute an
der Überlinger Fasnet nicht mehr wegzudenken. Sein großer
Tag ist der Umzug am Fasnetsunntig, nimmt er doch jedes Jahr
aufs Neue das Überlinger Stadtgeschehen mit ihren
Lokalmatadoren kräftig auf die Schippe.
Seinen Namen verdankt der „Kerle“den „Alten Wieber'n“,
(es sind quasi seine Hebammen, waren sie doch an der Geburt
und seiner Namensgebung maßgeblich beteiligt). Dadurch
ist er den „Alten Wieber'n“ natürlich sehr angetan.
Da passt halt auch der Frack und Zylinder hervorragend
zu den „Mädel's“dazu. Er wirkt elegant, ja in der Dämmerung
sogar etwas mystisch und erhaben.
Überhaupt ist d'Sell ein geselliges Kerlchen das unterm
Jahr an den Tränken der angesagten Kneipen in der Überlinger
Innenstadt unterwegs ist um immer „Neues“ zu erfahren das
er dann an d'Fasnet, sehr zur Freude der Zuschauer auf die
Straße bringen kann.
In seinem „Kratte“ (Korb) hat er er süßes für die Kinder, ebbes für die
großen und natürlich auch für sich selber, nicht dass der
„Kerle“ während dem Umzug noch austrocknet.
Seinen Schirm hat d'Sell wahrscheinlich nur als Deko, so
wurde noch kein „Alltwieberich“ bei widriger Witterung
auf der Staße gesichtet.